SATZUNG
§ 1

Der Marktheidenfelder Faschingsverein “Lorbser” 1971 e.V. mit Sitz in Marktheidenfeld (eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichtes Gemünden unter Nr. 298) verfolgt ausschließlich und unmittelbar, gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes “steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung. Zweck und Ziel des vorstehend genannten Vereins ist die Pflege, Förderung und Erhaltung des fränkischen Brauchtums. Der Verein unterhält und fördert dem Verein zugehörige Jugendgruppen, in der die Jugendlichen zur weiteren Wahrung dieses Kulturgutes herangeführt werden. Der Satzungszweck wird verwirklicht durch die Unterhaltung von Jugendgruppen (Garde und Faschingsballett), Pflege des Liedgutes, Förderung sportlicher Übungen und Leistungen (Ballett). Durchführung von Senioren-, Kinder- u. Prunksitzungen während der Faschingszeit. Durchführung eines Faschingszuges, Stürmung des Rathauses zur Faschingseröffnung.

Vereinsämter sind Ehrenämter.

§2

Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§3

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mittel des Vereins. Dies gilt auch für die Mitglieder der Vorstandschaft. Gegebenenfalls können Aufwandsentschädigungen geleistet werden (angefallene Fahrtkosten etc.)

§4 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist gleich Vereinsjahr. Vom 01.04. bis 31.03. eines Folgejahres.

§5 Mitgliedschaft

I.) Dem Verein gehören an:
a) Aktive Mitglieder
b) Passive Mitglieder
c) Ehrenmitglieder

II.) Aktive Mitglieder beteiligen sich an der Erfüllung der Aufgaben, die sich der Verein Satzungsgemäß auferlegt hat.

III.) Passive Mitglieder fördern die Vereinsaufgaben ideell und/oder finanziell.

IV.) Vereinsmitglieder oder andere Personen, die sich in außergewöhnlicher Weise für die Belange des Vereins eingesetzt haben, können durch Beschluss der Vorstandschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

§6 Erwerb der Mitgliedschaft

I.) Mitglied kann jede natürliche Person werden. Bei minderjährigen Mitgliedern muss die Mitgliedschaft durch schriftliche Erklärung eines Erziehungsberechtigten genehmigt werden.

II.) Bestehen gegen die Neuaufnahme eines Mitgliedes Bedenken, so sind diese gegenüber der Vorstandschaft anzuzeigen.

III.) Mit dem Antrag erkennt der Bewerber für den Fall seiner Aufnahme in den Verein die Satzung des Vereins an.

IV.) Der Vorstand entscheidet über die Aufnahme; er ist nicht verpflichtet etwaige Ablehnungsgründe bekannt zu geben. Die Ablehnung ist schriftlich mitzuteilen.

§7 Rechte und Pflichten der Mitglieder

I.) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins und die Verpflichtungen, die er sich auferlegt hat, nach Kräften zu unterstützen, sowie die Beschlüsse und Anordnungen der Vorstandschaft und der Mitgliederversammlung zu befolgen.

II.) Die Mitglieder haben in der Mitgliederversammlung Rederecht und ab dem 14. Lebensjahr Stimmrecht. Bei Minderjährigen muß durch schriftliche Erklärung eines Erziehungsberechtigten das Stimmrecht des Mitgliedes genehmigt werden.

Eine Übertragung des Stimmrechtes ist nicht zulässig.

§8 Beitrag

I.) Der Beitrag ist jährlich im Voraus zu entrichten und sollte per Bankeinzug erfolgen. Ist dies nicht der Fall (Bankeinzug), so ist der Beitrag bis spätestens zum 30.09. eines jeden Jahres per Überweisung zu entrichten.

II.) Die Höhe des Jahresbeitrages wird in der Jahreshauptversammlung festgesetzt. Ehrenmitglieder sind von der Zahlung des Mitgliedsbeitrages befreit.

III.) Mitglieder, die den Beitrag über den 30.09. eines Jahres hinaus nicht bezahlt haben, werden unter Fristsetzung zur Zahlung gemahnt. Nach zweimaliger erfolgloser Mahnung können sie auf Beschluss der Vorstandschaft aus der Mitgliederliste gestrichen werden. Mitglieder die unverschuldet in Not geraten sind, können auf deren vorher gegenüber der Vorstandschaft zu stellenden Antrag die Beiträge gestundet oder ganz oder teilweise erlassen werden.

§9 Erlöschen der Mitgliedschaft

I.) Die Mitgliedschaft erlischt durch:
a) Tod
b) Freiwilliger Austritt
c) Streichung aus der Mitgliederliste
d) Ausschluss

II.) Der freiwillige Austritt kann nur zum Ende des Geschäftsjahres erfolgen und muß schriftlich bis spätestens Ende Oktober gegenüber der Vorstandschaft erklärt werden.

III.) Durch Beschluss des Vorstandes kann ein Mitglied aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn in seiner Person ein wichtiger Grund vorliegt.

Ausschließungsgründe sind insbesondere:

a.) Grobe Verstöße gegen die Satzung und Interessen des Vereins, sowie gegen Beschlüsse und Anordnungen der Vereinsorgane.

b.) Unehrenhaftes Verhalten innerhalb und außerhalb des Vereins.

IV.) Einem ausgeschlossenen Mitglied ist Gelegenheit zu geben, sich zu den erhobenen Vorwürfen zu äußern. Ausgeschiedene oder ausgeschlossene Mitglieder verlieren jedes Anrecht an den Verein und seine Einrichtungen. Sie haben ihnen vom Verein anvertraute Gegenstände unverzüglich zurückzugeben.

V.) Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand mit einfacher Mehrheit.

§ 10 Ehrungen

Der Verein kann in einer Mitgliederversammlung Ehrungen von Vereinsmitgliedern für langjährige Mitgliedschaft oder/und für besondere Verdienste um die Belange des Vereins beschließen. Im Übrigen erfolgen Ehrungen nach Ermessen und auf Beschluss der Vorstandschaft. Ehrungen können auf Beschluss der Vorstandschaft aberkannt werden, wenn der Geehrte vereinsschädigendes Verhalten zeigt oder die Gründe, die zu seiner Ehrung geführt haben, revidiert werden müssen.

§ 11 Vereinsorgane

Organe des Vereins sind:

a) der Vorstand
b) die Mitgliederversammlung

§ 12 Vorstand

I.) Der Vorstand setzt sich zusammen aus:

a) dem 1. Vorsitzenden
b) dem 2. Vorsitzenden
c) dem 1. Schatzmeister
d) dem 2. Schatzmeister
e) dem 1. Schriftführer
f) dem 2. Schriftführer
g) dem 1. Zugmarschall
h) dem 2. Zugmarschall
i) dem 1. Hofbaumeister
j) dem 2. Hofbaumeister
k) einem Vertreter der tanzenden Gruppen / Ballett

Die Vorstandschaft kann durch Beschluss der Jahreshauptversammlung, in der die Wahlen stattfinden, um vier Beisitzer erweitert werden (z.B. Vergnügungswart, Pressewart, oder sonstige Funktionen).

II.) Der Vorstand wird in der Jahreshauptversammlung von der Mitgliederversammlung (alle anwesenden stimmberechtigten Mitglieder) für die Dauer von 3 Jahren gewählt. Die Wahlen erfolgen in geheimer Abstimmung oder durch Akklamation.Akklamation wird durchgeführt, sofern kein Mitglied die geheime Wahl beantragt.

Gewählt ist, wer die Mehrheit der Stimmen der anwesenden Stimmberechtigten erhält. Erhält im ersten Wahlgang kein Vorschlag die Mehrheit, so erfolgt Stichwahl zwischen den beiden Vorschlägen mit den meisten Stimmen.

III.) Bei Ausscheiden eines Mitgliedes der Vorstandschaft erfolgt eine Nachwahl in der nächsten auf das Ausscheiden folgenden Mitgliederversammlung. Notfalls kann eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden. Die Amtszeit des für den ausgeschiedenen Nachgewählten endet mit der Amtszeit des übrigen Vorstandes.

IV.) Den Schatzmeistern werden 2 Kassenprüfer zur Seite gestellt, die in der Jahreshauptversammlung von der Mitgliederversammlung für 3 Jahre gewählt werden. Sie haben während des Vereinsjahres mindestens eine Kassenprüfung vorzunehmen und darüber der Mitgliederversammlung in der Jahreshauptversammlung Bericht zu erstatten und Entlastung der Schatzmeister vorzuschlagen.

V.) Der Vorstand ist ermächtigt, Änderungen der Satzung auf Verlangen des Registergerichts oder des Finanzamtes vorzunehmen.

§ 13 Geschäftsbereich des Vorstandes

Der 1. und der 2. Vorsitzende sowie der 1. und der 2. Schatzmeister sind geschäftsführende Vorstände. Es müssen jeweils 2 Personen gemeinsam handeln, darunter immer der 1. oder der 2. Vorsitzende. Sie vertreten den Verein gerichtlich oder außergerichtlich in allen Vereinsangelegenheiten (§26 H BGB).

§ 14 Beschlussfassung des Vorstandes

Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Vorstandsmitglieder eingeladen und mindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend sind. Der Vorstand entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des 1. Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung die des 2. Vorsitzenden den Ausschlag.

§ 15 Jahreshauptversammlung

Die Jahreshauptversammlung findet innerhalb von 6 Wochen nach Ende des Vereinsjahres statt. Weitere Mitgliederversammlungen sind bei Bedarf einzuberufen. Die Jahreshauptversammlung ist vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von 14 Tagen einzuberufen. Einberufung erfolgt durch E-Mail an die dem Verein vom Mitglied zuletzt in Textform mitgeteilte E-Mail-Adresse. Mitglieder die dem Verein keine E-Mail-Adresse mitgeteilt haben, werden per Brief eingeladen.

§ 16 Beschlussfassung der Jahreshauptversammlung

I.) Die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung soll folgende Punkte enthalten:

a) Jahresbericht des 1. Vorsitzenden
b) Jahresbericht der Schatzmeister
c) Bericht der Kassenprüfer
d) Bericht des Zugmarschalls
e) Entlastung des Vorstandes
f) Beschlussfassung der Anträge
g) Verschiedenes

Bei Jahreshauptversammlungen, in denen die Vorstandschaft gewählt wird, muß die Tagesordnung um folgenden Punkt erweitert werden:

h) Neuwahlen

II.) Die Jahreshauptversammlung ist unabhängig von der Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.

III.) Sämtliche Beschlüsse werden, mit Ausnahme der Änderung der Satzung und die Auflösung des Vereins, durch einfache Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet – außer bei Wahl – die Stimme des 1. Vorsitzenden oder bei dessen Verhinderung die des 2. Vorsitzenden.

IV.) Bei Beschlüssen über die Änderung der Satzung und die Auflösung des Vereins ist eine Stimmenmehrheit von 2/3 der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder erforderlich.

V.) Über die Verhandlungen und die Beschlüsse der Jahreshauptversammlung ist ein Protokoll zu führen, das vom Vorsitzenden unterschrieben und an die Vorstandschaft verteilt wird.

§ 17 Außerordentliche Mitgliederversammlung

I.) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert, oder ein Zehntel der Vereinsmitglieder dies vom Vorstand unter Angabe des Zwecks und der Gründe schriftlich verlangt.

II.) Für die außerordentliche Mitgliederversammlung gelten die Bestimmungen für die ordentliche Mitgliederversammlung entsprechend.

§ 18 Anträge

Anträge zur außerordentlichen Mitgliederversammlung oder zur Jahreshauptversammlung sind schriftlich mit kurzer Begründung bis spätestens 2 Tage vor der Versammlung bei einem der Vorsitzenden einzureichen.

§ 19 Schlussbestimmungen und Haftpflicht

Für die aus dem Vereinswesen entstehenden Schäden und Sachverluste haftet der Verein gegenüber den Mitgliedern nicht.

§ 20 Auflösung des Vereins

I.) Die Auflösung des Vereins kann nur in der Jahreshauptversammlung oder außerordentlichen Mitgliederversammlung unter Einhaltung des § 15 beschlossen werden.

II.) Im Falle der Auflösung des Vereins erfolgt die Liquidation durch die, zur Zeit der Auflösung nach § 13 vertretungsberechtigten, amtierenden Vorstandsmitglieder.

Nach Auflösung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das verbleibende Vermögen je zur Hälfte an die Lebenshilfe für Behinderte Marktheidenfeld und Umgebung e.V. und die St. Kilian Schule Main-Spessart für Sprachbehinderte, Träger: Marienverein mit Marienheim e.V. Würzburg, die es unmittelbar ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden haben.